Julia Goll MdL

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Regionale Holzvermarktungsgemeinschaft war der richtige Schritt am Holzmarkt

Staatliche Regulierung im Wald ist nicht zielführend

Regionale Holzvermarktungsgemeinschaft war der richtige Schritt am Holzmarkt

„Die Holzpreise steigen, aber die Waldbesitzer haben noch nicht viel davon“, sagen die FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann und Juli Goll auf der Basis eines
Berichts über die Situation der Holzversorgung in Baden-Württemberg, den die Landesregierung aufgrund eines von ihnen mitunterzeichneten Antrags der FDP-Landtagsfraktion abgegeben hat.

Dieser bestätigt den
Preisanstieg, verweist aber auch darauf, dass dem bis Mitte 2020 ein Preisverfall bis auf 61 Euro je Festmeter Fichte oder Tanne voranging. Und dass der Preis mit 82,50 Euro im März 2021 den Rekordwert von 93 Euro im März 2018 längst noch nicht erreicht hat.
Die Versorgung mit Holz ist laut Landwirtschaftsministerium auf alle Fälle gesichert: „Aus Baden-Württemberg gehen keine großen Holzmengen nach Übersee, sondern es werden angestammte Lieferbeziehungen auf dem europäischen Markt genutzt. Allgemein wird damit gerechnet, dass sich die Märkte allmählich wieder einpendeln werden“, heißt es in dem Bericht. „Für die heimische Sägeindustrie wird in diesem Jahr ausreichend Rundholz zur Verfügung stehen, da die nass konservierten Hölzer von Orkan Sabine weitgehend in die Verarbeitung gehen, im Sommerhalbjahr mit weiteren Käferhölzern zu rechnen ist und ab Herbst nach derzeitigem Stand mit einem normalen Frischholzeinschlag zu rechnen ist“, zitiert Jochen Haußmann weiter. Die aktuelle Marktentwicklung bestätigt für ihn wie auch für Julia Goll, dass „es ein kluger Schachzug war, Ende April die
Holzvermarktungsgemeinschaft Schwäbisch-Fränkischer Wald/Ostalb e.G. als Dachorganisation der gemeinschaftlichen Verkaufstätigkeiten für Rundholz aus Privat- und Körperschaftswald in den Landkreisen Hall, Rems-Murr und Ostalb zu gründen“

Jochen Haußmanns Heimatgemeinde
Kernen ist der Gemeinschaft inzwischen beigetreten „und auch der Waiblinger Gemeinderat hat den Beitritt beschlossen“, so Julia Goll, die als Stadträtin dafür stimmte. Auslöser für die Gründung war eine Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes, die verlangt, dass Holzverkauf im Körperschafts- und Privatwald getrennt vom Staatswald erfolgen muss: Damit sind Angebot und Nachfrage die ausschlaggebenden Faktoren. „Aus Sicht der Landesregierung sind staatliche Regulierungen und Eingriffe im Bereich des Holzmarkts nicht zielführend und bergen die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen“, zitiert Jochen Haußmann Landwirtschaftsminister Hauks Antwort auf die Forderung mehrerer deutscher Baufirmen und Zimmerleute in Deutschland ansässige Betriebe zu schützen, die sich die gestiegenen Preise nicht mehr leisten könnten. Julia Goll und er sehen es genauso: „Waldbesitzer, Sägeindustrie, Handel und Holzbaugewerbe werden sich im Markt aufeinander einspielen. Zumal der kritisierte Holzexport keine Einbahnstraße ist. Wenn es sich rechnet, wird Holz auch importiert.“

Julia Goll in Spitzenposition der FDP-Landtagsfraktion gewählt

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Julia Goll zur Stellv. Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewählt.
Jochen Haußmann wird parlamentarischer Geschäftsführer


„Das ist ein riesiger Vertrauensvorschuss, gleichzeitig auch eine Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit und eine große Verpflichtung“, stuft der Kernener Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann seine Wahl zum Parlamentarischen Geschäftsführer und stellvertretenden Vorsitzenden durch die FDP-Landtagsfraktion ein. Julia Goll aus Waiblingen wurde als neues Fraktionsmitglied ebenfalls zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und ist sich „der Verpflichtung, die damit verbunden ist, gleichfalls bewusst.“ Als Parlamentarischer Geschäftsführer „bilde ich insbesondere das politische Scharnier zu den Parlamentarischen Geschäftsführer der anderen Fraktionen im Landtag“, bringt Jochen Haußmann seine neue Funktion auf den Punkt. Die Funktion als verkehrspolitischer Sprecher hat er aufgrund des zu erwartenden Arbeitsanfalls abgegeben. Gesundheitspolitischer Sprecher bleibt er weiterhin. Zur Sprecherin für Innenpolitik und für internationale Politik sowie Strafvollzugsbeauftragten wurde Julia Goll gewählt.

Die FDP/DVP-Landtagsfraktion hat sich auf einer Klausurtagung in Konstanz für die politische Arbeit aufgestellt und die FDP Rems-Murr spielt mit ihren beiden Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann und Julia Goll eine „wichtige Rolle“, sagt ihr Kreisvorsitzender Jochen Haußmann: „Wir flankieren den Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke auf entscheidenden Positionen und tragen damit im insgesamt fünfköpfigen Vorstand eine ganz besondere Verantwortung für den Erfolg der FDP in den kommenden Jahren. Das ist eine Aufgabe, der wir uns gerne stellen.“

Der neue Aufgabenbereich für Jochen Haußmann ist durch den Wahlerfolg der FDP noch anspruchsvoller geworden: „Die FDP-Landtagsfraktion ist um 50 Prozent von 12 auf 18 Abgeordnete angewachsen. Zu meinen Aufgaben gehören die allgemeine Vertretung des Fraktionsvorsitzenden, die Mitwirkung bei strategischen Themen und Grundsatzfragen der politischen Arbeit, die Abstimmung und Koordination des parlamentarischen Betriebes mit den anderen Landtagsfraktionen sowie gemeinsam mit dem Fraktionsgeschäftsführer die Bereiche Personal, Organisation und Finanzen der FDP-Landtagsfraktion“, fasst Jochen Haußmann zusammen.

Jochen Haußmann war auch Teil der Sondierungsdelegation, die die Gemeinsamkeiten mit den Grünen für eine etwaige Koalition auslotete. Wenig Gemeinsamkeiten verbinden den Kernener Landtagsabgeordneten dagegen mit dem grünen Minister Manfred Lucha und dessen „Impfchaos“. Die Aufgabe als gesundheitspolitischer Sprecher wird er wie bisher weiterführen. Den verkehrspolitischen und den frauenpolitischen Sprecher machen künftig andere Mitglieder der Fraktion. „In der größeren Landtagsfraktion ist es eine logische Lösung die Funktionen breiter zu streuen.

Julia Goll, die im Wahlkreis Waiblingen ein hervorragendes Wahlergebnis erreichte, bringt künftig ihre kommunalpolitische und juristische Expertise in den Fraktionsvorstand mit ein“, fasst Jochen Haußmann zusammen. „In der Innenpolitik Gegenspielerin zu Innenminister Thomas Strobl (CDU) zu sein, ist für mich besonders reizvoll“, sagt Julia Goll, „denn die Schwachstellen dieser Politik sind offensichtlich. Was ein liberaler Rechtsstaat ist, muss dieser Minister immer noch erst lernen“, sagt die gelernte Richterin.

Für die Fraktion wird sie in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende auch noch ein Feld beackern, „das sich als Schlüsselstellung für den weiteren Erfolg unserer politischen Arbeit erweist: Die Weiterentwicklung von Homepage, Newsletter und Social Media der Landtagsfraktion wird eine immer entscheidendere Rolle für den Erfolg des liberalen Gedankens spielen,“ sagt Julia Goll. „Ein Blick in das Wahlergebnis zeigt, dass wir unseren Wählerinnen- und Wähleranteil bei den 18- bis 34-jährigen fast verdoppelt haben und generell in den Wählergruppen unter 60 am meisten punkteten. Darauf gilt es auch medientechnisch aufzubauen, natürlich ohne die älteren Wählerinnen und Wähler aus dem Blick zu verlieren"